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Schluss mit Gewalt gegen Frauen


20.11.2020 (Quelle: Gleichstellungsbeauftragte)
Jahr für Jahr erinnert der weltweite Aktionstag am 25. November an das hohe Ausmaß von Gewalt gegen Frauen.
Landratsamt, Klinikum und Frauenverbände nehmen den Tag gegen Gewalt an Frauen (25. November) zum Anlass, um die Bevölkerung auf diese Problematik hinzuweisen. Insbesondere unter Gewalt leidende Frauen sollen über Hilfs- und Unterstützungsangebote informiert werden, damit sie sich dauerhaft aus ihrer Notlage befreien können.

Hilfs- und Informationsangebote
Unser Ziel ist es, betroffene Frauen über niedrigschwellige Angebote zu erreichen und sie auf die Beratungsmöglichkeiten durch das HILFETELEFON, Frauenhaus, Polizei und Weißer Ring e. V. aufmerksam zu machen, sagt Christine Galster, die Gleichstellungsbeauftragte des Landratsames Forchheim. Laut Statistik ist jede 3. Frau im Laufe ihres Lebens von sexueller und/oder körperlicher Gewalt betroffen. Ob sich die Zahlen aufgrund der Corona-Lage und den Ausgangsbeschränkungen erhöht haben, lässt sich nicht sicher feststellen, da Gewalt zunächst oftmals im Verborgenen stattfindet.

Neues Banner und Videoclip zum HILFETELEFON
„Um das HILFETELEFON Gewalt gegen Frauen, Tel. 08000 116 016 bekannter zu machen, haben wir heuer erstmals ein Banner, das auf das HILFETELEFON hinweist, für alle Passantinnen und Passanten gut sichtbar am Landratsamt Forchheim aufgehängt", sagt stellvertretende Landrätin Rosi Kraus. „Schließlich ist es wichtig, dass Betroffene informiert sind und sich bei Bedarf an diese wichtige erste Anlaufstelle wenden können", so Frau Kraus weiter.

Beratung rund um die Uhr, anonym, vertraulich, kostenfrei, in 17 Sprachen
Ergänzend weist die Gleichstellungbeauftragte Christine Galster darauf hin, dass das HILFETELEFON Gewalt gegen Frauen eine professionelle und qualifizierte Beratung an 365 Tagen im Jahr anbietet und rund um die Uhr erreichbar ist. Unter der 08000 116 016 und über die Online-Beratung unter www.hilfetelefon.de können sich Betroffene, aber auch Menschen aus deren sozialem Umfeld und Fachkräfte anonym, vertraulich, kostenfrei und in 17 Fremdsprachen beraten lassen. Im Rahmen dieser Erstberatung gibt es Hinweise auf weitergehende Unterstützung und es werden Wege aus der Gewalt aufgezeigt.

Partneraktion in Forchheim ausgewählt
Außerdem wurde auf Initiative der Gleichstellungsbeauftragten des Landratsamtes in Abstimmung mit Frau Franka Struve vom Klinikum Forchheim –Fränkische Schweiz auf den Infoscreen in der Notfallambulanz des Klinikums in Forchheim ein Videoclip zum HILFETELEFON gespielt, der nunmehr regelmäßig zu sehen ist. Diese Aktion im Landkreis Forchheim wurde sogar als eine von fünf bundesweiten Partneraktionen des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) ausgewählt, die im Vorfeld des Tages gegen Gewalt an Frauen auf dem Facebook- und Twitter-Kanal des bundesweiten HILFETELEFONS vorgestellt werden.

Weitere Kontaktadressen in der Region:

  • Schwerpunktsachbearbeiterin für Häusliche Gewalt bei der Polizei
    Polizeiinspektion Forchheim: Tel. 09191 7090-0
    Polizeiinspektion Ebermannstadtz: Tel. 09194 7388-0
  • Weißer Ring e.V.: Tel. 09545 509099
    Der Weiße Ring, Außenstelle Forchheim, bietet u. a. Beratung und Opferhilfe bei Gewaltdelikten, Stalking, usw. und unterstützt vergewaltigte Frauen beispielsweise mit einem rechtsmedizinischen Untersuchungsscheck zur Beweissicherung.
  • Frauenhaus Bamberg bietet Beratung und Unterkunft
    Bedrohte und misshandelte Frauen können sich beispielsweise auch an das Frauenhaus Bamberg wenden, Tel. 0951 58280 - rund um die Uhr erreichbar.
    Das Beratungsangebot des Frauenhauses beinhaltet u. a. die Unterstützung in akuten Krisensituationen oder bei der Wahrnehmung von Ansprüchen und Interessen der Frauen sowie die Hilfe bei der Bewältigung der Gewalterfahrung.
    Eine Unterkunft im Frauenhaus bietet eine sichere geschützte Wohnmöglichkeit, wobei jede Frau ein eigenes Zimmer für sich (und ihre Kinder) erhält, jedoch den Tagesablauf selbständig und eigenverantwortlich gestalten kann; Frauen ohne eigenes Einkommen haben Anspruch auf soziale Leistungen.

Forchheim, 20.11.2020
Pressestelle

Gleichstellungsbeauftragte Christine Galster und Stellvertretende Landrätin Rosi Kraus weisen auf das Hilfetelefon hin


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