Klimaschutzkonzept

Der Klimawandel stellt eine der größten Herausforderungen unserer Zeit dar – global, national und ganz konkret vor Ort. Auch auf Ebene des Landkreises wird deutlich, dass aktiver Klimaschutz nicht nur eine ökologische Verantwortung ist, sondern eine zentrale Zukunftsaufgabe. Die Auswirkungen steigender Temperaturen, häufigerer Extremwetterereignisse und sich verändernder Lebensbedingungen betreffen Wirtschaft, Infrastruktur und Gesellschaft unmittelbar. Ein entschlossenes Handeln auf regionaler Ebene ist daher ein wesentlicher Baustein für eine erfolgreiche Klimapolitik.

Mit dem gesetzlich verankerten Ziel der Klimaneutralität bis 2045 in Deutschland hat die Bundesrepublik einen klaren Rahmen gesetzt. Dieses Ziel orientiert sich an den internationalen Klimaschutzvereinbarungen und leistet einen entscheidenden Beitrag zur Einhaltung des globalen 2 °C-Ziels. Klimaneutralität bedeutet dabei, Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) so weit wie möglich zu vermeiden und unvermeidbare Emissionen auszugleichen. Für Landkreise und Kommunen ergibt sich daraus die Verantwortung, eigene Strategien und Maßnahmen zu entwickeln, um diesen Transformationsprozess aktiv mitzugestalten.

Klimaschutz ist jedoch weit mehr als Emissionsminderung. Die Umstellung auf Erneuerbare Energien, eine höhere Energieeffizienz und eine nachhaltige Mobilität sichern langfristig die Lebensqualität der Bevölkerung. Gleichzeitig stärkt die Dekarbonisierung die regionale und nationale Versorgungssicherheit, indem sie die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten reduziert und Wertschöpfung vor Ort fördert.

Der Landkreis Forchheim ist seit Jahren erfolgreich in der Klimaschutzarbeit aktiv. In der Vergangenheit wurden, auf Grundlage des Klimaschutzkonzeptes aus dem Jahr 2011, bereits zahlreiche Klimaschutzmaßnahmen erfolgreich umgesetzt und in die Wege geleitet. Um den ambitionierten Klimaschutzzielen gerecht zu werden, wird dieses Konzept nun in Form eines sogenannten integrierten Vorreiterkonzeptes novelliert, um alle neuen Entwicklungen inhaltlicher wie technischer Art berücksichtigen zu können.